Feel Fun



about me  daheim und unterwegs  twitter  impressum  

Ihr kennt das. Jeder von euch. Manchmal täglich. Wöchentlich. Monatlich. Per Mail, G+, facebock und so weiter und so fort.

KETTENBRIEFE.

Süßlich säuseln Sie Dir in die Augen – sobald Du den Fehler gemacht hast, mehr als zwei Zeilen davon zu lesen.

NATÜRLICH haben all diese Briefe einen fernöstlichen oder arabischen Eisprung, ähh Ursprung und es ist Dir grundsätzlich untersagt keine Konsequenzen zu ziehen.

Will heißen: Ob Dir der Text gefällt oder nicht, Du musst Ihn an mindestens 8 bis 630 Personen SOFORT weiterschicken, sonst ereilt Dich ein furchtbares Schicksal. Und wenn Du brav alles befolgst, holt Dich eben kein Beelzebub sonder Du schwimmst in Geld und Glück und Rastalocken.

Die Drohungen sind mir echt scheißegal (meine Damen – denn die meisten Briefe dieser Art kommen von euch)

Da heisst es: Du wirst in Armut versinken (Hallo? Mal über die deutschen Steuersätze nachgedacht??)

Wenn Du die Anweisungen nicht befolgst wird stündlich ein Eichhörnchenbaby mit Stromstößen zu Tode gebracht (Na und ? Dann sind die für den Grill doch schon mal vorgeröstet – Think positive !)

Oder Du wirst die Sonne nie wieder sehen (haben wir das mehr oder weniger nicht schon in Deutschdorf ?? Schuld daran ist seit Rudi Carell ja immer noch die SPD)

Ich mag das nicht – und ich will das auch nicht. Verschont mich mit eurem – wenn auch gut gemeinten – Kettendingens.

Immerhin gibt’s ja schon noch eine Steigerung. Das sind diese langen Briefe, die man UNBEDINGT weiter ver“teilen“ soll, weil sie so knuddelig, süss, putzig, tränenrührig und vor allem angeblich alle wahr sein sollen.

Die Geschichte beispielsweise vom kleinen Hundebaby, dass mutterseelenallein durch die Welt irrt und an ein großes Haus kommt, dass gerade in lichtem Feuer steht. Und natürlich sorgt dieser kleine Köter dafür, dass alle Bewohner da heile wieder rauskommen. Und natürlich hat jeder der Bewohner eine schlimme Krankheit, wie Krebs, Gonorrhoe oder Parkinson. Überwunden. Dank der Rettung durch das kleine putzige Hundebaby, dass daraufhin an Unterernährung stirbt und umkippt. Tja, und dann folgt noch irgendeine Moral von der Geschicht – und die liegt indirekt aber meist in der Geltungssucht des Schreiberlings, der sich diese dämliche Geschichte ausgedacht hat, und darauf hin hofft, dass möglichst viele Spacken seine Story weiter verbreiten.

Das bringt mich zu der Sorge, ob das nicht mit so einem Blog, wie diesem hier, nicht ähnlich ist.

Aber das ist ja kein Kettenbrief. Und keine tempoverrotzte Heulergeschichte. Sondern nur etwas zum Nachdenken.

Panem Et Circenses

oder für die nichtgebildeten Lat®inumSchüler: Brot und Cirkusspiele. (höre ich da ein aufgeregtes: hattat watt mitte Tribute von Panem zu tun – ja so´n bisseken – lies weidaa)
Back to the Mac – äh to the Spiele. Auch in der neueren Zeit erfreuen wir uns an solche vom Alltag ablenkenden Maßnahmen von Fernsehschaffenden, Politikern, Dorfvereinen etc. – die glauben uns damit glücklich machen zu können.
Und was es da nicht alles gibt – Leute die sich im Fernsehen gegenseitig tot kochen – Männer die sich gegenüber der Nation zu Deppen machen, weil ihre Olle glaubt, dass sie besser sind als der Rest der unbäuchigen Gattung Herr. 
Big Brother (ja der Quatsch läuft immer noch irgendwo auf dieser Welt) Formel 1, 2 und 3, Hip Hap Hop im Kinderhort, und natüüüüürlich nicht zu vergessen des deutschen scheinbar liebsten Kindes: KÖNIG (allein schon diese Titulierung) Fußball.
Eigentlich müsste es ja schon längst Kaiser Fußball heißen. Wegen den Beckenbauer sein Gelaber. Das taucht ja nun überall auf. Selbst dort wo man es nicht vermutet – beispielsweise in einem kleinen Fernseher zwischen Spargelspitzen und Dosenseifenregal im Supermarkt. Ich weiß – Leute – dünnes Eis und so. Man lästert nicht über den Kaiser und schon gar nicht über den Könich der Sportarten. 
Mal ehrlich: wer von euch wurde damals nicht als Zugabe der gegnerischen Schulhof-Mannschaft als allerletzter zugeschoben. Mit den noch erniedrigenderen Worten – „den schenken wir euch, der macht eh nix“
So etwas hemmt halt eine Fußballkarriere. Schon mal daran gedacht, wieso manche Kerle da zum Ballett gehen oder Kampfstricken in der VHS belegen oder ihren Namen auf Standard, Latein oder Zumba heraustanzen ? Bei mir war es Kung Fu. Ohne scheiss. Hat mich etwas Wirbelsäule gekostet, mir aber viel Freude bereitet. Vor der Sache mit der Wirbelsäule. Aber ich komm vom Thema ab. 
Fußball – Brot und Spiele.
Was hat das bitteschön noch mit Sport zu tun, wenn Vollhorste und Knallpfosten diese Spiele besuchen dürfen, um zu randalieren, zu hauen, Raketen zu werfen, Mitmenschen zu verletzen in allen Regenbogen-formen und –arten oder gar Teile des Rasens noch während des Spiels! auszubuddeln und sich dann damit dämlichdebil grinsend in der Straßenbahn von der Bildzeitung ablichten zu lassen ?? Nein das war nie mein Sport und der wird es auch nicht mehr. Bei solchen negativen Veränderungen und bei solchen Trends.
Elf Spieler plus Reserve. Zu blöd dreimal hintereinander zu gewinnen – und ? Wer ist´s schuld ? DER TRÄNER. (ja absichtlich so geschrieben -) Der wurde zwar vor ein paar Monaten noch in den höööchsten Tönen gelobt weil er den 1. FC Flitzekacke sooo weit nach vorne brachte – und versprach in etlichen O-Tönen dies auch hier bei der Allemannia Killepitsch zu tun. Hat er aber dann doch nicht geschafft und klar – er war das alles schuld. Allein. Nicht die elf einbeinigen Riverdancer auf dem Spielfeld, die zu blöd waren sich den Ball vernünftig auf die Designerfussballschühchen zu husten und im großen viereckigen Kasten jenes runde Leder zu versenken. Ich hasse diesen Scheiss um die entlassenen Träner, die dann wie Phönix aus der Asche ein paar Monate später dann wieder ihre nächste und nächste und nächste Chance kriegen.
By the Way, wot makes eigentlich the Maddäus - nur Weiberkram oder auch mal wieder als Trääner unterwegs???
Ja ich weiß, ich mach mir sicher ein paar Feinde, wenn ich auch die großen Vereine in Frage stelle. Der BVB hat mir übrigens auch gefallen, als er mal nicht alles gewann. Und ein Fußi-hasser bin ich auch nicht – ich schau mir zwar nicht die Bundesliga rauf und runter an, aber bei Meisterschaften riskier ich schon mal einen Blick. Oder zwei. Und nach Möglichkeit mit nem kühlen Bier (aber nicht im versifften Unterhemd)
Und SkyblaHD muss ich auch nicht haben, weil es keinem neuen Namen bedarf um aus dem schwächelnden PAYPremiereKanal noch was tolleres herauszuholen als ein paar neue Filmchen, die wir alle schon aus der Videothek hatten und eben König Glattleder.
Komme ich mal langsam zum Schluss. Und der heißt FC Bayern und damit auch schon das Gros der Nationalelf.
An besagtem Abend Bayern gegen (gesprochen) Tschellsii Abend, schaltete ich verspätet ein (zur 80. Minute) und war überrascht eine jubelnde bajuwarische eins zu null Mannschaft vorzufinden – was dann jenseits dieser 80. Minute geschah, verfolgten mit mir 70!!! Prozent aller Zuschauer dieser BundesrepublikErde mit verzweifelt offen stehendem Mund. Da müssten sogar Gottschalk und Jauch zusammenlegen und mit Bohlen und dem Tanzludern dieser Welt eine Allianz finden, um solche Traumquoten im TV zu ergattern. Tja – ihr habt´s gesehen. Brot und Spiele. 
Und heulende Millionäre und Nutellaverputzer auf grünem Rasen. Und die Berichterstattung. Selbst in der Apothekenrundschau und im AvonBeratungsheft sowie dem amtierenden Monatsmagazin der Feuerwehr „Löschblatt“ wird sicher ein verzweifelter Schweinii zu sehen gewesen sein. Keine Zeitung die dies nicht in irgendeiner Form resümieren musste. Zum Glück hält so ein Shitstorm nicht allzu lange. Aber mich nervt es. GEWALTIG. Mir tun die Spieler leid, die sich dann vom Vereinsheimchen ne lange Fresse ansehen müssen. Mann Leute – werdet doch mal wach. DAS IST EIN SPIEHIEL. Und wird es auch immer bleiben. Irgendwann ist auch der erfolgsverwöhnte Meister aller Klassen nur noch zweiter. (Oder zehnter, gell Herr Schumi ?) Aber das macht mir nix. Man muss auch gönnen können. Den Titel. Jemand anderem. Oder sich ein anderes Hobby suchen. Rückenpilates für Fortgelaufene. Eichhörnchenjagd per GPS. 
Oder einfach mal Couchritzenmikado. 
Wer sich zuerst bewegt, hat verloren.

Panem Et Circenses

oder für die nichtgebildeten Lat®inumSchüler: Brot und Cirkusspiele. (höre ich da ein aufgeregtes: hattat watt mitte Tribute von Panem zu tun – ja so´n bisseken – lies weidaa)

Back to the Mac – äh to the Spiele. Auch in der neueren Zeit erfreuen wir uns an solche vom Alltag ablenkenden Maßnahmen von Fernsehschaffenden, Politikern, Dorfvereinen etc. – die glauben uns damit glücklich machen zu können.

Und was es da nicht alles gibt – Leute die sich im Fernsehen gegenseitig tot kochen – Männer die sich gegenüber der Nation zu Deppen machen, weil ihre Olle glaubt, dass sie besser sind als der Rest der unbäuchigen Gattung Herr.

Big Brother (ja der Quatsch läuft immer noch irgendwo auf dieser Welt) Formel 1, 2 und 3, Hip Hap Hop im Kinderhort, und natüüüüürlich nicht zu vergessen des deutschen scheinbar liebsten Kindes: KÖNIG (allein schon diese Titulierung) Fußball.

Eigentlich müsste es ja schon längst Kaiser Fußball heißen. Wegen den Beckenbauer sein Gelaber. Das taucht ja nun überall auf. Selbst dort wo man es nicht vermutet – beispielsweise in einem kleinen Fernseher zwischen Spargelspitzen und Dosenseifenregal im Supermarkt. Ich weiß – Leute – dünnes Eis und so. Man lästert nicht über den Kaiser und schon gar nicht über den Könich der Sportarten.

Mal ehrlich: wer von euch wurde damals nicht als Zugabe der gegnerischen Schulhof-Mannschaft als allerletzter zugeschoben. Mit den noch erniedrigenderen Worten – „den schenken wir euch, der macht eh nix“

So etwas hemmt halt eine Fußballkarriere. Schon mal daran gedacht, wieso manche Kerle da zum Ballett gehen oder Kampfstricken in der VHS belegen oder ihren Namen auf Standard, Latein oder Zumba heraustanzen ? Bei mir war es Kung Fu. Ohne scheiss. Hat mich etwas Wirbelsäule gekostet, mir aber viel Freude bereitet. Vor der Sache mit der Wirbelsäule. Aber ich komm vom Thema ab.

Fußball – Brot und Spiele.

Was hat das bitteschön noch mit Sport zu tun, wenn Vollhorste und Knallpfosten diese Spiele besuchen dürfen, um zu randalieren, zu hauen, Raketen zu werfen, Mitmenschen zu verletzen in allen Regenbogen-formen und –arten oder gar Teile des Rasens noch während des Spiels! auszubuddeln und sich dann damit dämlichdebil grinsend in der Straßenbahn von der Bildzeitung ablichten zu lassen ?? Nein das war nie mein Sport und der wird es auch nicht mehr. Bei solchen negativen Veränderungen und bei solchen Trends.

Elf Spieler plus Reserve. Zu blöd dreimal hintereinander zu gewinnen – und ? Wer ist´s schuld ? DER TRÄNER. (ja absichtlich so geschrieben -) Der wurde zwar vor ein paar Monaten noch in den höööchsten Tönen gelobt weil er den 1. FC Flitzekacke sooo weit nach vorne brachte – und versprach in etlichen O-Tönen dies auch hier bei der Allemannia Killepitsch zu tun. Hat er aber dann doch nicht geschafft und klar – er war das alles schuld. Allein. Nicht die elf einbeinigen Riverdancer auf dem Spielfeld, die zu blöd waren sich den Ball vernünftig auf die Designerfussballschühchen zu husten und im großen viereckigen Kasten jenes runde Leder zu versenken. Ich hasse diesen Scheiss um die entlassenen Träner, die dann wie Phönix aus der Asche ein paar Monate später dann wieder ihre nächste und nächste und nächste Chance kriegen.

By the Way, wot makes eigentlich the Maddäus - nur Weiberkram oder auch mal wieder als Trääner unterwegs???

Ja ich weiß, ich mach mir sicher ein paar Feinde, wenn ich auch die großen Vereine in Frage stelle. Der BVB hat mir übrigens auch gefallen, als er mal nicht alles gewann. Und ein Fußi-hasser bin ich auch nicht – ich schau mir zwar nicht die Bundesliga rauf und runter an, aber bei Meisterschaften riskier ich schon mal einen Blick. Oder zwei. Und nach Möglichkeit mit nem kühlen Bier (aber nicht im versifften Unterhemd)

Und SkyblaHD muss ich auch nicht haben, weil es keinem neuen Namen bedarf um aus dem schwächelnden PAYPremiereKanal noch was tolleres herauszuholen als ein paar neue Filmchen, die wir alle schon aus der Videothek hatten und eben König Glattleder.

Komme ich mal langsam zum Schluss. Und der heißt FC Bayern und damit auch schon das Gros der Nationalelf.

An besagtem Abend Bayern gegen (gesprochen) Tschellsii Abend, schaltete ich verspätet ein (zur 80. Minute) und war überrascht eine jubelnde bajuwarische eins zu null Mannschaft vorzufinden – was dann jenseits dieser 80. Minute geschah, verfolgten mit mir 70!!! Prozent aller Zuschauer dieser BundesrepublikErde mit verzweifelt offen stehendem Mund. Da müssten sogar Gottschalk und Jauch zusammenlegen und mit Bohlen und dem Tanzludern dieser Welt eine Allianz finden, um solche Traumquoten im TV zu ergattern. Tja – ihr habt´s gesehen. Brot und Spiele.

Und heulende Millionäre und Nutellaverputzer auf grünem Rasen. Und die Berichterstattung. Selbst in der Apothekenrundschau und im AvonBeratungsheft sowie dem amtierenden Monatsmagazin der Feuerwehr „Löschblatt“ wird sicher ein verzweifelter Schweinii zu sehen gewesen sein. Keine Zeitung die dies nicht in irgendeiner Form resümieren musste. Zum Glück hält so ein Shitstorm nicht allzu lange. Aber mich nervt es. GEWALTIG. Mir tun die Spieler leid, die sich dann vom Vereinsheimchen ne lange Fresse ansehen müssen. Mann Leute – werdet doch mal wach. DAS IST EIN SPIEHIEL. Und wird es auch immer bleiben. Irgendwann ist auch der erfolgsverwöhnte Meister aller Klassen nur noch zweiter. (Oder zehnter, gell Herr Schumi ?) Aber das macht mir nix. Man muss auch gönnen können. Den Titel. Jemand anderem. Oder sich ein anderes Hobby suchen. Rückenpilates für Fortgelaufene. Eichhörnchenjagd per GPS.

Oder einfach mal Couchritzenmikado.

Wer sich zuerst bewegt, hat verloren.

Partykeller !
Das waren Zeiten. Früher. Als wir noch die wildesten Partys in Waschküchen und ehemaligen Kohlekellern feierten. Und doch gibt es sie vereinzelt heute noch. Die keimbehafteten und versifften Fummelbuden von früher. Das Interieur hat immer noch den Charme der 70er. Bunt bemalte Zinkbadewannen. An den Wänden entweder Farbe oder Billiglatten aus Kiefer als Vertäfelung. Ekelige Wasser und Klorohre stieren einen unverputzt aus einer Ecke an. Der Boden ist entweder noch aus Stein oder schlimmer: Aus bahamakotzbeigen Restfliesen zusammengetackert. Obligatorisch ist natürlich auch die selbstgeklöppelte Bar aus Stein mit Holzvertäfelung - durchwirkt von lustigen und farbenfrohen  Akoholkringeln und eingetrockneten Speiseresten.
Die ausgemusterte Eckbank aus Muttis Küche dient als Sitzgelegenheit ebenso wie zwei Schnäppchen Bierzeltgarnituren die schon bei bloßem Hinsehen umzukippen drohen. Auch der von der Feuchtigkeit aufgequollene Campingtisch darf für das Büffet nicht fehlen. Natürlich bleibt auch die Superstereoanlage mit mindestens 5 Boxen nicht unerwähnt sowie die verklebten Cds und alten LPs. Und die drei bis fünf bunten Stromfresserspots, die in Reihe geschaltet die Lichtorgel darstellen. Hab ich was vergessen ? Klar ! Den scheußlichen Wandbehang aus alten Fotos in verwitterten Rahmen - nicht zu vergessen die Urkunden von diversen Sport Kegel und Swingerclubs. Die ausgeklappte Playboymaid und der nackte Oberkörper eines Playgirlmodels findet sich auch recht häufig. Und die Sonnenuntergangtapete an der gegenüberliegenden Wand… Klar waren die Feiern toll. Und die Bazillen haben uns nicht umgebracht. Aber ich glaube, heute würde ich da nicht mehr feiern wollen. Im säuerlichem Geruch von der letzten Feier. Im abgestandenen Rauch und vor allem: in der schickem Einrichtung, die ich mir nicht mehr schön saufen könnte. Ich alter Snob (:

Partykeller !
Das waren Zeiten. Früher. Als wir noch die wildesten Partys in Waschküchen und ehemaligen Kohlekellern feierten. Und doch gibt es sie vereinzelt heute noch. Die keimbehafteten und versifften Fummelbuden von früher. Das Interieur hat immer noch den Charme der 70er. Bunt bemalte Zinkbadewannen. An den Wänden entweder Farbe oder Billiglatten aus Kiefer als Vertäfelung. Ekelige Wasser und Klorohre stieren einen unverputzt aus einer Ecke an. Der Boden ist entweder noch aus Stein oder schlimmer: Aus bahamakotzbeigen Restfliesen zusammengetackert. Obligatorisch ist natürlich auch die selbstgeklöppelte Bar aus Stein mit Holzvertäfelung - durchwirkt von lustigen und farbenfrohen Akoholkringeln und eingetrockneten Speiseresten.
Die ausgemusterte Eckbank aus Muttis Küche dient als Sitzgelegenheit ebenso wie zwei Schnäppchen Bierzeltgarnituren die schon bei bloßem Hinsehen umzukippen drohen. Auch der von der Feuchtigkeit aufgequollene Campingtisch darf für das Büffet nicht fehlen. Natürlich bleibt auch die Superstereoanlage mit mindestens 5 Boxen nicht unerwähnt sowie die verklebten Cds und alten LPs. Und die drei bis fünf bunten Stromfresserspots, die in Reihe geschaltet die Lichtorgel darstellen. Hab ich was vergessen ? Klar ! Den scheußlichen Wandbehang aus alten Fotos in verwitterten Rahmen - nicht zu vergessen die Urkunden von diversen Sport Kegel und Swingerclubs. Die ausgeklappte Playboymaid und der nackte Oberkörper eines Playgirlmodels findet sich auch recht häufig. Und die Sonnenuntergangtapete an der gegenüberliegenden Wand… Klar waren die Feiern toll. Und die Bazillen haben uns nicht umgebracht. Aber ich glaube, heute würde ich da nicht mehr feiern wollen. Im säuerlichem Geruch von der letzten Feier. Im abgestandenen Rauch und vor allem: in der schickem Einrichtung, die ich mir nicht mehr schön saufen könnte. Ich alter Snob (:

Süchtig.

Die Tage werden dunkler. Du stehst im finstren auf und kommst im Chuckymörderpuppendunkel nach Haus. 
Die Selbstmordrate geht tatsächlich nach oben. (Kinder, das lohnt doch nicht) und für manche kommt der Zeitpunkt sich zu offenbaren.
Heute bin ich an der Reihe. 
Echt jetzt. 
Ich lasse es jetzt völlig raus. Ungeachtet jeglicher Konsequenzen. Reinen Tisch. 
Klartext. 
Tacheles.

ICH BIN ABHÄNGIG !!

Nach Tomatenwürzer von Osram.

Äh. Ostmann

Ja, lacht ruhig amüsiert. Es ist mein voller Ernst , meine besoffene Luise:

Ich kann’s nicht mehr ohne.
Kein Tomatenbrot ist mehr vor meinen zittrigen Fingern mit der ach so gut schmeckenden Würzmischung sicher. Blutjunge Rotgewächse vom Strauch werden bei lebendigem Leib geviertelt und gewürzt. Manchmal beidhändig!

Neulich habe ich mich im Supermarkt ertappt, wie ich frischen Tomatensaft gekauft habe um ihn noch auf dem Parkplatz zu öffnen und zu trinken NICHT JEDOCH OHNE MEINE WÜRZE AUS DEM HANDSCHUHFACH !!

Auch Frischkäse bekommt bei mir schon mal den Tomatenwürzer ab! Und Salat. 
Und Nudeln (mit Butter und T-würz)
Zum Glück kriegt man das krisselige Gewürz nicht in eine Spritze aufgezogen. Oder auf dem Teelöffel angewärmt. 
Im Internet hab ich nix gefunden. So in Richtung Anonyme Gewürzabhängige oder so. Ich kann anhand der Zutaten der Firma O…(darf ich den Namen eigentlich publizieren ?) auch nichts ausmachen, was dort das Verlangen immer wieder schürt. Außer dass es saulegger ist (beiße gerade in ein Tomatenbrot)
Selbst dem Nikotin habe ich locker 6 Jahre abgeschworen. Beim Tomatenwürzer wird es mir sicher nicht gelingen.
Selbst die Eiswürfel sind schon gewürzträchtig präpariert. Die Speisekammer, das Handschuhfach, die Aktentasche, die Büroschublade: Überall heimliche Reserven. Dann die Schweißausbrüche am Ostmann Regal - dort vorbeizulaufen und womöglich noch andere Suchtpotenzialgewürze zu entdecken…
Aber es gibt sicher schlimmeres. Und teurere Drogen, oder ?
Vielleicht liest das ja auch jemand von Osram. Und schickt mir n Sixpack Tomatenwürzer zu Weihnachten. Denn ohne Tomatenbrot taugt der beste Festtagsbraten nicht. GENAU!! Den könnte man damit ja auch mal würzen ! Und den Glühwein ?? Lebkuchen ?? Da gibts dich auch was von Oyoyoy ich mag gar nicht weiter darüber nachdenken….

Süchtig.

Die Tage werden dunkler. Du stehst im finstren auf und kommst im Chuckymörderpuppendunkel nach Haus.
Die Selbstmordrate geht tatsächlich nach oben. (Kinder, das lohnt doch nicht) und für manche kommt der Zeitpunkt sich zu offenbaren.
Heute bin ich an der Reihe.
Echt jetzt.
Ich lasse es jetzt völlig raus. Ungeachtet jeglicher Konsequenzen. Reinen Tisch.
Klartext.
Tacheles.

ICH BIN ABHÄNGIG !!

Nach Tomatenwürzer von Osram.

Äh. Ostmann

Ja, lacht ruhig amüsiert. Es ist mein voller Ernst , meine besoffene Luise:

Ich kann’s nicht mehr ohne.
Kein Tomatenbrot ist mehr vor meinen zittrigen Fingern mit der ach so gut schmeckenden Würzmischung sicher. Blutjunge Rotgewächse vom Strauch werden bei lebendigem Leib geviertelt und gewürzt. Manchmal beidhändig!

Neulich habe ich mich im Supermarkt ertappt, wie ich frischen Tomatensaft gekauft habe um ihn noch auf dem Parkplatz zu öffnen und zu trinken NICHT JEDOCH OHNE MEINE WÜRZE AUS DEM HANDSCHUHFACH !!

Auch Frischkäse bekommt bei mir schon mal den Tomatenwürzer ab! Und Salat.
Und Nudeln (mit Butter und T-würz)
Zum Glück kriegt man das krisselige Gewürz nicht in eine Spritze aufgezogen. Oder auf dem Teelöffel angewärmt.
Im Internet hab ich nix gefunden. So in Richtung Anonyme Gewürzabhängige oder so. Ich kann anhand der Zutaten der Firma O…(darf ich den Namen eigentlich publizieren ?) auch nichts ausmachen, was dort das Verlangen immer wieder schürt. Außer dass es saulegger ist (beiße gerade in ein Tomatenbrot)
Selbst dem Nikotin habe ich locker 6 Jahre abgeschworen. Beim Tomatenwürzer wird es mir sicher nicht gelingen.
Selbst die Eiswürfel sind schon gewürzträchtig präpariert. Die Speisekammer, das Handschuhfach, die Aktentasche, die Büroschublade: Überall heimliche Reserven. Dann die Schweißausbrüche am Ostmann Regal - dort vorbeizulaufen und womöglich noch andere Suchtpotenzialgewürze zu entdecken…
Aber es gibt sicher schlimmeres. Und teurere Drogen, oder ?
Vielleicht liest das ja auch jemand von Osram. Und schickt mir n Sixpack Tomatenwürzer zu Weihnachten. Denn ohne Tomatenbrot taugt der beste Festtagsbraten nicht. GENAU!! Den könnte man damit ja auch mal würzen ! Und den Glühwein ?? Lebkuchen ?? Da gibts dich auch was von Oyoyoy ich mag gar nicht weiter darüber nachdenken….

Müsst ihr lesen (:

Ein neuer Blog macht im Netz Furore. Es geht um Bücher. Diese Dinger, die ohne Hintergrundbeleuchtung manuell umzublättern sind.
Die, die niemals aussterben sollten. Einen kleinen Beitrag durfte ich auch zu dieser wundervollen Seite beitragen.
Viel Vergnügen:
http://fuenfbuecher.de/2011/09/16/72-fuenf-buecher-von-stefan-babic/#more-2566

Jeder tag an dem Du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag. Charlie Chaplin

Körmes
Habt ihr eigentlich schon mal hinter die Kulissen einer Körmes gesehen ? Dann wird´s aber mal Zeit. Körmes sagt man, glaub ich, nur hier – Kirmes geht aber überall.
Ganz ganz ganz früher so im Mittelalter war das ja mehr ein Volksfest oder Jahrmarkt. Ein mehrtägiges Fest für den gemeinen Pöbel, an dem die guten alten Gaukler, Zauberer, Senfdosenverkäufer, Quacksalber und Bescheisser die Runde machten. Da wurd´ die Sau geschlacht, der Hengst verkauft, die Braut geküsst, der Alk verpisst. Alle waren in Feierstimmung und liessen sich bespassen.
Gerne würde ich mal eine Zeitreise dorthin machen.
Heutzutage ist die Kirmes zu einer Freß- und Saufmeile mutiert, mit zahlreichen Fahr- und Adrenalingeschäften, die nach einer völlig überteuerten Fahrt das soeben verdaute sofort wieder auf den Kirmeskies katapultiert.
Ich jedenfalls finde es nicht spassig, mich 150meter in die Höhe fahren zu lassen, um dann im freien Fall wieder gen. Boden zu knattern, auf dass mein Magen im Sack landet. Deswegen gehen die Herren der Schöpfung vermutlich danach auch immer so komisch breitbeinig.
Schön sind auch die Hin und Her, Schaukel, Dreh, Überschlag Stahlkugeln, die unter fiesester Beschallung von AndreaBergÖtziSternGedudel bis zur vorletzt neuesten Technodiscobombe (itze itze itze itze itze 190 bpm) dafür sorgen, dass man sich ein weeenig komisch fühlt.
Apropos komisch. Ist es nämlich gar nicht, wenn man durch ein Spiegelkabinett geht und sich dauernd die Fresse stösst, weil man die Glaswand aus Plexi  nicht gesehen hat. Gut, für die draussen stehenden vielleicht noch der Lacher, aber die müssen nix bezahlen.
Ach und dann gibt’s ja auch den skooo-ter (klar würde man das wie hyperhyper scooter aussprechen, aber der gemeine Kirmesangestelltezummitreisen beherrscht diese Sprache seltenst) – Skooter….
Die immer noch viel zu kleinen Wägelchen waren vielleicht beim ersten Date mit 16 mit Küssen und Fummeln schön, weil man sehr eng beieinander sass. Bist Du über 30 ist das nicht mehr lustig. Noch weniger mit etwas Übergewicht und mit über 30. Der Wagen saugt den wohlgenährten Körper zunächst mal völlig auf und ein (ich frage mich echt, wie manche da wieder raus kommen) und dann bist Du komplett der Scooter. Und musst Dich von verliebten 16jährigen mit ihrer fuckarren anrempeln lassen – und kannst nicht fliehen – weil – Kreis und so !!!
Ebenfalls unlustig, wenn ihr die Lockrufe „Gewinne, Gewinne, Gewinne“ hört. Hier werden meist Lose verkauft. Gut, wenn man den Gegenwert eines mittleren Golbarren in Lose investiert, kann man schon mal einen Schnapper machen. Ein mit Chemikalien erzeugter Plüschochse, der spätestens nach einer Woche im Kinderzimmer so penetrant stinkt, dass Du den Ungezieferkampfmittelräumdienst beauftragen musst.
Dann plötzlich bekommst Du den Flashback – damals – 70er – der erste Kuss in der Raupe – jenem schnellen Rundfahrgeschäft mit Überdachung, wo Du Dir Deine ersten Herpesbläschen verdienen konntest.
Geh heute mal auf eine Raupe – ja geh ruhig – und überlege Dir GENAUESTENS wo Du sitzt !!!! Ich sage nur FLIEHKRAFT !!!
Die Dinger sind mittlerweile so verdammt schnell, dass Du Dich fühlst, wie beim Einschulungsprogramm Space  von der Cape Canaveral Air Force Station nördlich von Cocoa Beach.
Sitzt Du ganz aussen, wird Dein Fleisch mittlere Quetschungen erleiden, weil sich das Stahlrohr unaufhaltsam in Deinen Körper bohrt.
Sitzt Du in der Mitte wirst Du zwischen zwei Menschen (die Du unter Umständen gar nicht kennst) zermatscht.
Sitzt Du innen, fährst Du die ganzen verdammt langen 8 Minuten 39 mit beiden Händen am Stahlrohr innen, um nicht wegzufliegen (oder den mittleren Menschen zu zermalmen)
Da gibt man doch gern mal die restlichen Fahrchips an wildfremde Körmesbesucher weiter.
Riskant ist es übrigens auch gegen Einbruch der Dunkelheit (wo doch die bunten Lichter so locken) die Kirmes Deiner Wahl zu besuchen. Besonders in Herne Crange , Duisburg Beek und auf dem Hamburger Doome.
 Du wirst auf viele gewaltbereite und angetrunkene Herrschaften treffen, die jeglichen Nationalitäten- oder politischen Gruppierungsrahmen sprengen. Dazu alkoholisiert.
Da schallt Dir bei Augenkontakt schon mal ein fröhliches „Guck nich, Isch hau Dir sonst in Fresse“ entgegen.
Oder man saut Deine Klamotten ein. Bei der Rheinkirmes in Düsseldorf besonders beliebt.
Wer hat nicht gern eine neue Jacke mit ZuckerwattParadiesapfelBierCurrysaucemuster nach dem Besuch der Festivität.
Ich hab im Laufe der Jahre einige Kirmesleute getroffen. Beruflich. Fragt nicht.
Auch hier gilt: Du bist vor keinen Überraschungen sicher.
Da gibt’s den Kinderkarussellbetreiber, der sich während der Arbeit auf dem Laptop „scharfe Frauen aus Deiner Umgebung“ ansieht, da gibt’s den bis an die Zähne bewaffneten, der die Knarre auch schon mal während einer Streitigkeit zückt. Da gibt’s den jungen Aufstreber, der schon in der 7. Generation das Fahrgeschäft übernahm (ohne jegliche Reperatur, aber mit nem neuen Farbanstrich)
Da gibt’s den Frittenbudenbesitzer, der das Fett von der letzten Kirmes noch nicht völlig entfernt hat und den Eismann, der in Insiderkreisen gerne mal SalmonellenFiete genannt wird.
Ernsthaft: das sind nur wirklich ein paar Ausnahmen.
Die meisten arbeiten sehr sehr hart und gönnen sich selten einen Urlaub. Wenn aber, dann richtig: Kleine Weltreise. Und alles vom feinsten. Champagner bis Kaviar.
Ihr erkennt Sie am BreitlingRolexCartierblender am Arm, der in Wirklichkeit vom Juwelier um die Ecke stammt und fast fünfstellig gekostet hat…
Und am zerfledderten Outfit, weil sie Ihre Designerklamotten im Wohnwagen haben – der soviel gekostet hat wie das Reihenhaus von dem ihr träumt.
Dann mal feel Vergnügen beim nächsten – oh – Osterkirmes !!! Da müssen wir hin !

Körmes

Habt ihr eigentlich schon mal hinter die Kulissen einer Körmes gesehen ? Dann wird´s aber mal Zeit. Körmes sagt man, glaub ich, nur hier – Kirmes geht aber überall.

Ganz ganz ganz früher so im Mittelalter war das ja mehr ein Volksfest oder Jahrmarkt. Ein mehrtägiges Fest für den gemeinen Pöbel, an dem die guten alten Gaukler, Zauberer, Senfdosenverkäufer, Quacksalber und Bescheisser die Runde machten. Da wurd´ die Sau geschlacht, der Hengst verkauft, die Braut geküsst, der Alk verpisst. Alle waren in Feierstimmung und liessen sich bespassen.

Gerne würde ich mal eine Zeitreise dorthin machen.

Heutzutage ist die Kirmes zu einer Freß- und Saufmeile mutiert, mit zahlreichen Fahr- und Adrenalingeschäften, die nach einer völlig überteuerten Fahrt das soeben verdaute sofort wieder auf den Kirmeskies katapultiert.

Ich jedenfalls finde es nicht spassig, mich 150meter in die Höhe fahren zu lassen, um dann im freien Fall wieder gen. Boden zu knattern, auf dass mein Magen im Sack landet. Deswegen gehen die Herren der Schöpfung vermutlich danach auch immer so komisch breitbeinig.

Schön sind auch die Hin und Her, Schaukel, Dreh, Überschlag Stahlkugeln, die unter fiesester Beschallung von AndreaBergÖtziSternGedudel bis zur vorletzt neuesten Technodiscobombe (itze itze itze itze itze 190 bpm) dafür sorgen, dass man sich ein weeenig komisch fühlt.

Apropos komisch. Ist es nämlich gar nicht, wenn man durch ein Spiegelkabinett geht und sich dauernd die Fresse stösst, weil man die Glaswand aus Plexi  nicht gesehen hat. Gut, für die draussen stehenden vielleicht noch der Lacher, aber die müssen nix bezahlen.

Ach und dann gibt’s ja auch den skooo-ter (klar würde man das wie hyperhyper scooter aussprechen, aber der gemeine Kirmesangestelltezummitreisen beherrscht diese Sprache seltenst) – Skooter….

Die immer noch viel zu kleinen Wägelchen waren vielleicht beim ersten Date mit 16 mit Küssen und Fummeln schön, weil man sehr eng beieinander sass. Bist Du über 30 ist das nicht mehr lustig. Noch weniger mit etwas Übergewicht und mit über 30. Der Wagen saugt den wohlgenährten Körper zunächst mal völlig auf und ein (ich frage mich echt, wie manche da wieder raus kommen) und dann bist Du komplett der Scooter. Und musst Dich von verliebten 16jährigen mit ihrer fuckarren anrempeln lassen – und kannst nicht fliehen – weil – Kreis und so !!!

Ebenfalls unlustig, wenn ihr die Lockrufe „Gewinne, Gewinne, Gewinne“ hört. Hier werden meist Lose verkauft. Gut, wenn man den Gegenwert eines mittleren Golbarren in Lose investiert, kann man schon mal einen Schnapper machen. Ein mit Chemikalien erzeugter Plüschochse, der spätestens nach einer Woche im Kinderzimmer so penetrant stinkt, dass Du den Ungezieferkampfmittelräumdienst beauftragen musst.

Dann plötzlich bekommst Du den Flashback – damals – 70er – der erste Kuss in der Raupe – jenem schnellen Rundfahrgeschäft mit Überdachung, wo Du Dir Deine ersten Herpesbläschen verdienen konntest.

Geh heute mal auf eine Raupe – ja geh ruhig – und überlege Dir GENAUESTENS wo Du sitzt !!!! Ich sage nur FLIEHKRAFT !!!

Die Dinger sind mittlerweile so verdammt schnell, dass Du Dich fühlst, wie beim Einschulungsprogramm Space  von der Cape Canaveral Air Force Station nördlich von Cocoa Beach.

Sitzt Du ganz aussen, wird Dein Fleisch mittlere Quetschungen erleiden, weil sich das Stahlrohr unaufhaltsam in Deinen Körper bohrt.

Sitzt Du in der Mitte wirst Du zwischen zwei Menschen (die Du unter Umständen gar nicht kennst) zermatscht.

Sitzt Du innen, fährst Du die ganzen verdammt langen 8 Minuten 39 mit beiden Händen am Stahlrohr innen, um nicht wegzufliegen (oder den mittleren Menschen zu zermalmen)

Da gibt man doch gern mal die restlichen Fahrchips an wildfremde Körmesbesucher weiter.

Riskant ist es übrigens auch gegen Einbruch der Dunkelheit (wo doch die bunten Lichter so locken) die Kirmes Deiner Wahl zu besuchen. Besonders in Herne Crange , Duisburg Beek und auf dem Hamburger Doome.

 Du wirst auf viele gewaltbereite und angetrunkene Herrschaften treffen, die jeglichen Nationalitäten- oder politischen Gruppierungsrahmen sprengen. Dazu alkoholisiert.

Da schallt Dir bei Augenkontakt schon mal ein fröhliches „Guck nich, Isch hau Dir sonst in Fresse“ entgegen.

Oder man saut Deine Klamotten ein. Bei der Rheinkirmes in Düsseldorf besonders beliebt.

Wer hat nicht gern eine neue Jacke mit ZuckerwattParadiesapfelBierCurrysaucemuster nach dem Besuch der Festivität.

Ich hab im Laufe der Jahre einige Kirmesleute getroffen. Beruflich. Fragt nicht.

Auch hier gilt: Du bist vor keinen Überraschungen sicher.

Da gibt’s den Kinderkarussellbetreiber, der sich während der Arbeit auf dem Laptop „scharfe Frauen aus Deiner Umgebung“ ansieht, da gibt’s den bis an die Zähne bewaffneten, der die Knarre auch schon mal während einer Streitigkeit zückt. Da gibt’s den jungen Aufstreber, der schon in der 7. Generation das Fahrgeschäft übernahm (ohne jegliche Reperatur, aber mit nem neuen Farbanstrich)

Da gibt’s den Frittenbudenbesitzer, der das Fett von der letzten Kirmes noch nicht völlig entfernt hat und den Eismann, der in Insiderkreisen gerne mal SalmonellenFiete genannt wird.

Ernsthaft: das sind nur wirklich ein paar Ausnahmen.

Die meisten arbeiten sehr sehr hart und gönnen sich selten einen Urlaub. Wenn aber, dann richtig: Kleine Weltreise. Und alles vom feinsten. Champagner bis Kaviar.

Ihr erkennt Sie am BreitlingRolexCartierblender am Arm, der in Wirklichkeit vom Juwelier um die Ecke stammt und fast fünfstellig gekostet hat…

Und am zerfledderten Outfit, weil sie Ihre Designerklamotten im Wohnwagen haben – der soviel gekostet hat wie das Reihenhaus von dem ihr träumt.

Dann mal feel Vergnügen beim nächsten – oh – Osterkirmes !!! Da müssen wir hin !

Krankenhouse

Donnerstag 8 Uhr

Fiese Diagnose vom Hausarzt bekommen - Blaulicht Auto bringt mich ins Bazillenzentrum der Stadt.

Donnerstag 8.15 Uhr

Ankunft Intensivstation. Im Gegensatz zu Emergency Room gibt es hier weder hübsche Ärzte noch attraktive Schwestern (Ich cheisse Polina und wenn Sie brauchen was, sie klingeln)

Donnerstag 9.15

Eine Ärztin bemüht sich sehr um mein Wohlbefinden - zahlreiche Untersuchungen folgen. Beobachtung wird angeordnet. 72Stunden Minimum Donnerstag 12 Uhr Man schiebt mich samt Bett in ein schickes Zimmer mit TV, an dem die Fernbedienung fehlt - ein Kanal wird angestellt, dem ich in den nächsten Stunden hilflos ausgeliefert bin.

Aufstehen kann ich nämlich nicht, dank der Steckverbindungen, die aus meinem Körper in diverse Maschinen münden. Im Fernsehen wird ausgiebig gekocht, probiert und geschmatzt. Genau das richtige für jemand, der seit 8 Uhr nichts gegessen hat.

Donnerstag 13 Uhr

Einer Schwester fällt siedend heiss ein, für wen das überzählige Essen ist. Rettung naht.

Donnerstag 13.30 Uhr

Müde und satt, wie schön is dat. Jetzt ne Runde Schlaf - Nein Mann - Du kannst noch nicht gehn - in das Reich der Träume - erst kommt noch ein neuer Nachbar, der schön sägt, vermutlich dicke Bäume.

Sonntag 12 Uhr

Mangelnder Schlaf macht sich um die Augen bemerkbar, aber immerhin sind die 72 Std. überstanden und ich werde auf Normalstation verlegt. Die 7er soll ne Super Station sein, höre ich noch jemand sagen…

Sonntag 12.30 Uhr

Angekommen auf Superstation 7 , erstes Zimmer links. Alles Dreibettzimmer. Zwei Rentner starren mich neugierig an. Taufe sie zunächst Statler und Waldorf. 77 und 82 Jahre alt. Revidiere den Namem Waldorf, als ich seine rechte Hand sehe, an der sich nur noch ein Daumen befindet. Besonders wenn er den Daumen krümmt, sieht er aus wie…

Käpt’n Hook erklärt mir in aller grausamen Deutlichkeit, wie er die restlichen Finger in einer Art Fleischwolf-Maschine verloren hat - prima, da kommt gerade das Essen: Fleischbällchen an blutroter Sauce. Örks.

Sonntag 17.30

Abendessen: Drei noch fast tiefgekühlte Stullen Brot, lustig bunter Wurstaufschnitt, Käse und Streichwurst, welche Ähnlichkeit mit Aussenfugenkitt hat. Und auch so schmeckt. Schaue besorgt auf die beiden Rentner, die die Fernsehzeitung studieren. Läuft heut Carmen Nebel ? Mutantenstadl ? Ach ne, das war ja gestern. Schwein gehabt. Im übrigen scheinen beide sehr schläfrig zu werden. Endlich auch längerer Schlaf für mich ? Fehlanzeige: Dr. Hook scheint der amtierende usbekische Schnarchweltmeister zu sein - Statler schickt sich an Schlafzuwandeln. Na denn mal “gute” Nacht.

Montag 8 Uhr

Erfahre beim Frühstück, dass meine Zimmernachbarn mich verlassen. Das wird ein guter Tag. Dachte ich zumindest eine Stunde lang.

Montag 9 Uhr

Eine Mischung aus Bigfoot, Koloss von Rhodos und Bud Spencer wird mit 3Pflegern in mein Zimmer geschoben - was riecht denn hier plötzlich so sauer ? Dass er mit 45 keine Zähne mehr im Mund hat , erweist sich als schwierig bei der Installation seiner “von zu Hause mitgebrachten” Beatmungsmaschine. Baujahr 1919. Den Geräuschen nach zu urteilen. Meine Augenringe könnten Ozzy Osburnes durchaus stand halten.

Montag 13 Uhr

Supermario mit dem kugelrunden Bauch, gesellt sich zu uns als neuer Zimmernachbar. Er hat so viele Schuppen auf der ganzen Haut, dass er ähnlich PigPen von den Peanuts bem Laufen eine kleine Schuppenwolke hinterlässt. Dies wird für mich allerdings erst dann zum Problem, als ich nach ihm auf die Gemeinschaftstoilette gehe, und die blaue Brille, plötzlich gepudert weiss ist.

Montag Nacht

Selbst die in Ear Kopfhörer und die Barmusik im IPod , verhelfen mir nicht zum Schlaf. Eine Mischung aus Sägewerk und DarthVader Beatmungsgeräuschen dringt an meine Hörknospen.

Dienstag 8Uhr

Ein müder Tag mit einigen Untersuchungen und kurzen komatösen Schlafphasen zieht durchs Land. Der Abend insbesondere die Nacht wird unvergessen…

Dienstag 21Uhr

Während DarthVader laut beatmet wird und taktbegleitet dazu schnarcht, wird Supermario plötzlich nachtaktiv. Er springt aus dem Bett und zeigt auf die Klimaanlage: “Siehst Du den weissen Nebel, der ausströmt ? Der setzt sich schon auf die Wand und auf die Tür. Ist schon alles feucht !” Ich fahre mit der Hand über die trockene Tür und erspare mir auch den Kommentar über die nicht vorhandene Nebelwolke. Die hinzugezogene Schwester nickt mir verständnisvoll zu…

Dienstag 23.45

Ich werde wach durch das Geräusch von Metall auf Metall und werde Zeuge, wie Hallu-Mario sein herausgenommenes! Bettgestänge (an dem man sich hochzieht) in der Hand schützend über seinen Kopf hält. Klar. Die Decke wölbte sich über ihm und drohte auf seinen Kopf zu stürzen. Fühle mich, wie im Asterixheft, zu Gast beim Häuptling…

Mittwoch 0.15

Nachdem ich ein ernstes Morgengespräch mit dem Schwesternzimmer führte und wir gemeinsam Hallu-Mario von der festen Bausubstanz überzeugen konnten, fiel der Schlaf wie ein Ungeheuer aus dem Herrn der Augenringe über mich.

Mittwoch 7 Uhr

Die Schwester verrät mir heimlich, dass bei Hallu-Mario offenbar Nachwirkungen von Morphiumgaben für sein Verhalten verantwortlich sind. Zum Dank für mein Verständnis bekomme ich ein überlanges neues Bett, um endlich auch mal gerade und gestreckt liegen zu können. Ach ja, Frühstück fällt ja aus und wird durch drei Flaschen Abführmittel ersetzt. Außerdem wird mein Bett in ein neues Zimmer geschoben. Die Zimmernachbarn: MissPiggy Helmut (wird aber gleich entlassen) und der überaus freundliche 60j Türke namens Kemal, der mir sofort das Du und seinen Joghurt anbietet. Während ich zum Dauergast des WC mutiere, füllt sich das Zimmer mit Kemals Verwandten. 5, 10, 15, 20, im Lauf des Tages sehe ich ca. 50 fremde Gesichter, die mir alle freundlich gute Besserung wünschen. Um 22.30 verlässt der letzte Besuch das Zimmer. Immerhin durfte ich heute eine Tasse Brühe trinken. Der morgigen Untersuchung steht nur noch mein knurrender Magen und der Nutella-Entzug im Weg.

Donnerstag herrgottsfrüh

Kemal gehört zu den Würfel-Hustern und liess mich nicht allzulang am Stück schlafen. Mit den Augenringen bekomme ich bestimmt bei MichelinReifen einen Werbevertrag. Zum Glück gibt’s bei den Untersuchungen gleich Vollnarkose, so dass einem festen Schlaf nichts im Wege steht.

Donnerstag High Nun

Eine freundliche schwarze Nonne bringt mir nach dem Wecken Mittagessen. Endlich Nahrung. Die Untersuchungen ohne Komplikationen hinter mich gebracht erfreue ich mich an der Grossfamilie Kemals, die mir erneut gute Besserung wünschen. Den ganzen Tag lang. Bis 22.30.

Freitag 8 Uhr

Der neue, mindestens 106jährige, Zimmernachbar hat vermutlich etwas ansteckendes. Macht ja dann auch Sinn, die zwei Zimmernachbarn in einer Blitzaktion zu verlegen. Ich komme zu the next Generation Statler und Waldorf, 82 und 79 Jahre alt, und scheinbar schon miteinander befreundet. Sie lästern über die Besuchsgewohnheiten der Türken und sabbeln selbst bis mitten in der Nacht. Ach und Wach Geschichten aus dem Krieg.

Freitag 23 Uhr

Statler und Waldorf schlafen. Mir fallen die Augen zu, vermutlich bis Montag. Vielleicht bin ich Mittwoch schon raus. Ach ja, und die mörderischen Muskelkaterschmerzen von der Physioanwendung von Freitag sind dann bestimmt auch bald vergessen.

Wie ich mich fühle ? Fragt nicht.

SM Szene

Knapp 10 Jahre ist es her, dass ich in mühevoller Kleinarbeit meine erste Website an den Start brachte. Mit Word!!! Kein Scherz!! Und ich erinnere mich an damals, als mein rasantes 14400er Modem nach endlosen Minuten der Pfeifeinwahl eine Website mit den dazugehörigen Bildern geöffnet hatte. Atari und C64 konnte ich mir nicht leisten, aber da war ich ja noch nicht infiziert. Dies geschah vermutlich mit dem ersten KlotzGameboy in Toilettenbodengrau. Was haben wir nicht alles gedaddelt, dies allein würde schon einen eigenen Blogeintrag füllen. Mit den Jahren bleibt man dennoch Kind, und so erfreuen sich “erwachsene” Daddelanwendungen größter Beliebtheit. Zumal, wenn man dort mit anderen Menschen (sog. Freunden) interaktieren kann. Das ist dann fast so etwas wie ein Tamagotchi für sehr weit Fortgeschrittene. Nennen wir es mal Social Media. Aber fangen wir mal an zu sammeln: SchülerVz, StudiVz, MeinVz, Xing, Wer kennt wen, Lokalisten, Stayfriends, mySpace, Twitter, Facebook und sicher noch etliche mehr. Galt es früher als alete äh, nein als hip bei gmx, web, t-mob, aol, firemail, yahoo, freenet, google, arcor, hotmail, und schiessmichkapott einen EmailAccount zu haben, sind es heute mehrere Seiten des Iphones (wahlweise Smartphones), die belegt sind, mit Zugangstoren (Apps) zur SM Szene. Social Media aber SadoMaso hätte auch gepasst, denn welch Quälereien da auf einen warten, um alles regelmäßig zu pflegen. Grabpflege auf einem mittleren Friedhof einer Kleinstadt ist hier gar nichts dagegen. Eigentlich könnte man sich komplett vom Berufsleben und vom RealLife zurückziehen, um dem Herr und gerecht zu werden. Farmville ist zum Beispiel das heileWelt Feature für Facebookler, die für WOW zu weich sind. Pflüge einen scheiß Acker, bringe Deine Schweine zum decken, ach nein, so weit ist man da noch nicht. Und was dieses Farmleben noch alles an Aufgaben mit sich bringt. Fehlt nur noch die rtl Integration von Bauer sucht Frau… Ich bin zum Glück kein Betroffener, wenngleich auch bei fb anzutreffen. Viele sammeln hier hunderte von Freunden (sic!) diese wiederum können aber Deine Statusmeldungen (SM (:) auch ausblenden - will heißen, wenn Du mal was wichtiges schreibst, liest es eh keine Sau. Ist natürlich klar, bei so vielen Freunden und SM’s. Aber man kann auch Leute anstupsen, gruscheln, DirectMessage senden, womit wir wieder bei ner EmailErsatzFunktion wären. Mein Fisch bei SchülerVZ ist auch was erwähnenswertes, weil ein wenig asozial. Man daddelt mit einem Aquarium und kann in die Wasserwelt der Freunde eindringen und dort Münzen klauen, die von den Fischen ausgeschieden werden um damit neue Fische zu kaufen ! Gehts noch ? Bei Twitter verfolgt man Leute, die was tolles, interessantes oder witziges von sich geben (Statusmeldungen/SM) irgendwann verfolgst Du dreihundert Leute und mehr, und wärest gezwungen selbst auf dem Scheißhaus noch alles nachzulesen um da noch mitzukommen. Und prompt selektierst Du Dein Lesen beispielsweise, in dem nur nur noch Listen liest… Es grenzt nicht nur an Reizüberflutung sondern ist schon kilometerweit darüber hinaus ! Denn ich sprach gerade mal von 3 Networks. (fb, Twitter und vz) Und Du hast noch keinen beruflichen unnützen Kontakt (Xing) gepflegt, noch den schulischen (Stayfriends) den Du sowieso nie mochtest, noch kein Video irgendwo hochgeladen, dich als blipfmDJ betätigt - moment - kurz afb - meine 12j Tochter ist gerade bei icq online….Au weia…. Der gute alte Walkman ist nach 30jahren jetzt zu Grabe getragen worden. Genau wie der erste Gameboy ein Riesenklotz. Etwas Wehmut brachte das mit sich, und so sehr ich mir manchmal ein IPhone (wahlweise Smartphone) in meiner Jugend gewünscht hätte, um so glücklicher bin ich, dass ich diesen Stress nicht früher gehabt habe. Außerdem hat mir SM ein paar wirklich nette Menschen in mein Leben geholt, zB die dies gerade lesen, und die ich sonst nie kennengelernt hätte. Natürlich verfolgen manche auch private und berufliche Ziele mit Social Media. Und das dürft und sollt ihr auch, aber vergesst darüber nicht das Buch, den Spaziergang, das Gespräch, oder einfach mal das sinnlose in das Aquarium starren. Muss ja nicht das in Deinem Handy sein (:

(9 Monate ist der Beitrag her…die Alphaphase für Diaspora läuft, die Betaphase für google+ ebenfalls - klar bin ich dabei…)